Broder bringt es auf der Achse mal wieder auf den Punkt:
Zuerst wollte Kurt Beck mit “moderaten” Taliban verhandeln (http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/beck-schockiert-mit-afghanistan-plaenen;1249880), jetzt hat Barack Obama die Idee aufgegriffen: http://www.welt.de/politik/article3338810/Obama-will-mit-den-Taliban-fuer-Frieden-sorgen.html, ohne wie Kurt Beck von der Großen Koalition zurückgepfiffen zu werden. Auch in der Politik gilt: Quod licet Jovi, non licet bovi. Der Vorschlag mag ja nicht ganz daneben sein, aber was, bitte sehr, sind “moderate” Talibans? So etwas wie liberale Nazis? Oder hilfsbereite Waffen-SS?
In ähnlicher Weise kommentiert Vormann auf WADI unter der Überschrift “Moderate Mörder”:
Wie Hohn und Spott müssen den afghanischen Frauen die Worte aus Washington erscheinen. Die kluge und erfolgreiche Interessenpolitik von Petraeus im Irak gründete auf der Maxime der Bush-Regierung, Terroristen auch Terroristen zu nennen. Nur auf dieser Grundlage war der massenhafte Seitenwechsel der Stammesführer erst denkbar und möglich.